InDebate: The Political Aesthetics of Bruno Latour

IMG_20120116_162957

Michael L. Thomas

An Inquiry into Modes of Existence, the most recent publication of Bruno Latour, represents an exciting new philosophical project in so far as it raises an audacious question in a novel methodological light: “How do we compose a common world?” On its surface, this question calls forth images of universality of human beings, a “kumbaya”( http://en.wikipedia.org/wiki/Kumbaya) society organized through a shared vision and lack of conflict. The question changes in the hands of Latour, however, insofar as it is not a question of normativity, but of what I term political aesthetics. Weiterlesen

Pro und Contra: Ist der Mensch für seine Gesundheit verantwortlich?

Foto Polednitschek

Pro: Thomas Polednitschek

Wir haben keine andere Wahl, als die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst zu übernehmen. Denn die Verantwortung für die eigene Gesundheit gehört in einer reflexiv gewordenen Moderne zu der bewussten Lebensführung, zu der es keine Alternative gibt. Eben dies heißt aber auch: Unsere je eigene Gesundheit liegt nicht in der Verantwortung von anderen Personen (z.B. Ärzten) und Institutionen (z.B. Krankenhäusern). Diese sind nicht für unsere Gesundheit verantwortlich, sondern verpflichtet, mit unseren Erkrankungen verantwortlich umzugehen – weshalb es eigentlich nur ein Krankheitsversorgungssystem und kein Gesundheitssystem gibt. Weiterlesen

Schwerpunktbeitrag: Kerntechnik denken – Ausgehend von den Technikdiskursen bei Heidegger

Akitomi

Katsuya Akitomi

Vorwort

Am 11. März 2011 war die Tohoku-Gegend von einem heftigen Erdbeben und einem gewaltigen Tsunami betroffen. Der daraus entstandene Schaden ist enorm. Der von einem Seebeben verursachte Tsunami hat in Gestalt einer grausamen Schlammflut im Handumdrehen Städte und Felder in der Küste im Nordosten Japans überflutet und dabei viele Menschen in den Tod gerissen. Zerstörung und Feuer legten in weiten Gebieten die Verkehrs- und die Informationsnetze lahm. Nachdem das Wasser zurückgegangen war, blieben riesige Haufen von Schutt und Leichen zurück. Im Laufe der letzten zweieinhalb Jahre überstieg die Zahl der Toten 15.800, und selbst heute beträgt die Zahl der Vermissten immer noch mehr als 2.600. Dazu haben mehr als 280,000 Menschen ihre Wohnung verloren und sahen sich zu Flucht und Umsiedelung gezwungen. Weiterlesen

InDebate: Was sollte heute Moderne heißen?

Portraitfoto-2_BSaal

Britta Saal

Was sollte heute Moderne heißen?

Dieser Frage möchte ich im Folgenden aus einem interkulturell und postkolonial geprägten philosophischen Blickwinkel nachgehen. Vorausgeschickt sei ein Zitat Stuart Halls, dem jüngst verstorbenen jamaikanischen Begründer der Cultural Studies, das als Sinnbild für die modernen Machtverhältnisse sehr deutlich die interkulturelle und koloniale Dimension der Moderne gleichermaßen zum Ausdruck bringt:

Weiterlesen