InDebate: Derrida, Gastfreundschaft und die AfD

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Marcel Vondermaßen

Der Wahlerfolg der AfD in Deutschland und anderer populistischer Parteien in ganz Europa beunruhigt die politische Landschaft. Kann die Philosophie etwas zur Diskussion dieser aktuellen politischen Entwicklungen beitragen? Sie kann es[1] und, ja, sie sollte es. Insbesondere, da in der derzeitigen politischen Auseinandersetzung fast immer auf Werte und Normen Bezug genommen wird.

Die These des folgenden Beitrages lautet: „Der Begriff der ‚Gastfreundschaft‘ von Jacques Derrida ist dazu geeignet, einen neuen Blick auf die Ängste und Emotionen zu werfen, die als Grundlage für den Erfolg der AfD und ähnlicher Parteien gesehen werden.“ Der Beitrag bietet überdies Argumente für einen Lösungsansatz, der sich nicht im „Ernstnehmen der besorgten Bürger*innen“ erschöpft. Weiterlesen

Philosophy and the Media: Im Herzen der technischen Katastrophe: Auf den Spuren des Avatars Jake Sully

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Natalja Pustovit

James Cameron ist nicht nur Regisseur des weltberühmten Blockbusters Avatar – Aufbruch nach Pandora (2009), sondern in gewisser Hinsicht auch Philosoph. Sein Film zeigt, wie philosophische Ideenfäden in einen Film verwebt werden können und wie damit über die Komplexität von sozial relevanten Themen für die Welt reflektiert werden kann. Zumeist wird Avatar als „Wunder der Kinematographie“ und „technische Überraschung“ beschrieben, da modernste technische Entwicklungen des 3D-Kinos erfolgreich in der Filmproduktion realisiert wurden. Doch darüber hinaus verhandelt der Film ein philosophisches Problem. Avatar zeigt uns etwas über unsere inneren Wiedersprüche und Konflikte im Bezug auf unser Verhalten gegenüber anderen Gesellschaften und der Natur. Weiterlesen

InDebate: Should Elderly Former Nazis Be Prosecuted For Their Crimes?

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Zachary J. Goldberg

Recent headlines have focused on elderly former Nazis being charged over allegations concerning their actions during the Holocaust. In May 2015, Oskar Groening, the so-called Accountant of Auschwitz, was charged with 300,000 counts of accessory to murder. Groening collected and counted the money and other valuables stolen from the prisoners arriving at the camp, and sent the money to his Nazi superiors in Berlin.[1] In July 2016 he was sentenced to four years in prison.[2] In September 2015, an elderly woman who worked as a telegraph operator at Auschwitz was charged with 260,000 counts of complicity to murder.[3] This year alone has already seen the suspended trial of Hubert Zafke, accused of 3,681 counts of murder while he was a medical attendant at Auschwitz, and the trial of Reinhold Hanning, a former camp guard at Auschwitz accused of being an accessory to 170,000 counts of murder.[4] Weiterlesen

Schwerpunktbeitrag: „We love death“ – Jihadism and nihilism

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Jürgen Manemann

Something goes wrong…
Welcome to my world
full of hate and blood
I am writing lines for my kids with blood
In a world nobody knows what the day to come brings
Children’s souls cry quietly when the Black angel sings

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