InDebate: ‚Lügenpresse‘: zum Anspruch auf Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Die Pose der Wahrheit als Instrument der Meinung

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Agnes Wankmüller

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) und die Proteste der Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) in Dresden sind seit 2013 bzw. 2014 eine Erscheinung in Deutschland, über die seitens der etablierten Politik Ratlosigkeit herrscht. Dies hat nicht nur damit zu tun, dass sie die Einwanderung von Muslimen und Muslimas problematisieren, sondern ebenfalls mit der Haltung und dem Selbstanspruch, die seitens AfD und Pegida in Bezug zum politischen und medialen Establishment evoziert werden: man sieht sich als exklusive Vertreter der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit. Weiterlesen

InDebate: Rassismus als Repräsentationskrise

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Solongo Wandan

Warum Bilder das effektivste Mittel gegen Rechts sind

Man könnte meinen, sie sind angekommen in der Mitte der deutschen Gesellschaft: Ausländer, Bildungsinländer, Immigranten, Migranten, Menschen mit Migrationshintergrund. Nach später und erst zögerlicher, heute scheinbar selbstverständlicher Selbstbeschreibung als „Einwanderungsland“ auf Bundesebene, zweifelt spätestens nach Thilo Sarrazins Gesellschaftsdiagnose, Christian Wulffs offizieller Anerkennung eines deutschen Islams und, in Folge des medialen Echos nach der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) niemand mehr, dass Ausländer Teil der deutschen Gesellschaft sind. Obwohl diese Erkenntnis und die daraus folgende mediale Aufmerksamkeit an sich schon eine Errungenschaft sind, so lässt sich doch eine allgemeine Tendenz in der Repräsentation von Vielfalt feststellen, die sich nicht nur in der Berichterstattung in Folge der NSU-Taten verdeutlicht. Weiterlesen