Philosophy and the Web: Googles Marktmacht: Ein neues Kapitel zur Lehre von der Souveränität?

Anfang April startete in der FAZ eine Debatte über die Monopolstellung von Google und deren negative Auswirkungen für den Wettbewerb. Nachdem der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt in einem Beitrag auf den ersten Artikel antwortete, bekam er wiederum eine Antwort in Form eines offenen Briefes, geschrieben vom Chef des Axel Springer Verlages, Mathias Döpfner. In seinem Brief gesteht Döpfner Angst vor der Macht von Google ein, führt wettbewerbsschädigende Praxen und die Monopolstellung des Internetkonzerns auf sowie die Datenschutzproblematik, die sich durch Googles Zugriff auf die Daten seiner Nutzer*innen ergebe. Weiterlesen

InDebate: Können Staaten miteinander befreundet sein?

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Bernhard Schreyer

Derzeit erlebt man als Beobachter des politischen Betriebs im Rahmen der Diskussionen über den NSA-Abhörskandal einen Bedeutungsaufschwung der Freundschaft als (außen-) politische Tugend. Wenn gleich auch hier – wie so oft – in politischen Auseinandersetzungen der Mangel beklagt und nicht der Vorhandensein gelobt wird. Es wird vorgebracht, dass es den Vereinigten Staaten an Anstand und Gespür mangele, wie man sich gegenüber einem Freund zu verhalten habe. Die entsprechende Suada gipfelt in einem Urteil, das die Form eines kategorischen Imperativs annimmt: „Einen befreundeten Staat darf man nicht ausspionieren“. Doch was bedeutet die Rede von der Freundschaft im Bereich der Politik? Weiterlesen