Über uns

Jürgen Manemann

Was heißt es, ein Philosoph zu sein? Gerne zitiere ich als Antwort auf diese Frage den bekannten Satz des Schriftstellers Robert Zend: „Being a philosopher: I have a problem for every solution.“ Sieht man einmal von dem ironischen Unterton ab, so ist der Philosoph in erster Linie nicht ein Problemlöser, sondern ein Problemverschärfer. Philosophie ist nämlich Ausdruck eines Denkens, das sich nicht damit begnügen kann, widerzuspiegeln, was ist. Aus diesem Grund fragt sie nicht nur: „Was können wir wissen?“ und „Was sollen wir tun?“, sondern auch: „Was dürfen wir hoffen?“ – genauer: „Was dürfen wir für den Anderen hoffen?“ Angesichts der gegenwärtigen Krisenerfahrungen interessiert mich zurzeit vor allem die Exegese der letzten Frage. Dabei lautet mein Motto: Kein Denken ohne Engagement. Dazu muss Philosophie sich jedoch, wie John Dewey fordert, neu entdecken, d.h. sie muss aufhören, „ein Werkzeug für die Behandlung von Problemen von Philosophen zu sein, und stattdessen zu einer Methode werden, die, von Philosophen kultuviert, sich mit den Problemen der Menschen befasst“.
Jürgen Manemann ist Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover (http://www.fiph.de/personen/institut/institutsleitung.php), befasst sich mit Fragen einer Ethik der Politik. Jüngste Veröffentlichung zum Thema: „Wie wir gut zusammen leben. 11 Thesen für eine Rückkehr der Politik”, Ostfildern 2013.

Ana Honnacker

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Auf einem Blog zu philosophieren ist Neuland für mich. Und mit Neuländern habe ich Erfahrung, denn als vom Pragmatismus geprägte Philosophin ist das experimentelle Erschließen des Unbekannten meine Methode der Wahl. Ich bin gespannt darauf, welche Aus- und Wechselwirkungen dieses Medium auf mein eigenes Denken und das Miteinander-Denken haben wird: Erfüllt die digitale Öffentlichkeit dieselbe Funktion wie eine ein Raum voller Zuhörer und Mitdiskutanten? Ändern sich die Regeln und der Stil des Bezugnehmens? Welche philosophische Praxis wird also etabliert? Ich freue mich darauf, die Antworten auf diese Fragen herauszufinden.

Inhaltlich liegen meine Schwerpunkte auf dem Gebiet der Religions- und Sozialphilosophie sowie der politischen Philosophie. Außerdem interessiere ich mich für Fragen der philosophischen Praxis, insbesondere der Beratung.

Ana Honnacker ist wissenschaftliche Assistentin des Direktors am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (http://www.fiph.de/personen/institut/Honnacker-Ana.php) und Autorin bei Philosophie-inDebate.

Agnes Wankmüller

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Ich gehöre zu einer Generation, die ihre Kindheit noch weitgehend analog und ohne Internet verbracht hat. Trotzdem habe ich mich recht schnell ans Internet und an die Effekte der Digitalisierung gewöhnt.

Als Eric Schmidt, CEO bei Google, das Internet als “the largest experiment in anarchy that we have ever had” bezeichnete, ging es ihm wohl darum, vor dem Internet als rechtsfreiem, unregierbarem Raum zu warnen. Ich nehme an, dass Internetunternehmen mittlerweile genug über viele von uns wissen, um zu erahnen, dass es gerade deshalb auch als Raum geschätzt werden kann, in dem Hierarchien verschwimmen und Einschränkungen umgangen werden können.  Daher freue ich mich darüber, am Blog des Forschungsinstituts mitzuwirken und einen Austausch zu pflegen, der nicht durch die Ordnung einer klassischen Seminar- oder Vortragssituation festgelegt ist.

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für Philosophie komme ich mit vielfältigen philosophischen Fragen in Berührung, während mein erster Zugang zur Philosophie stark durch mein Studium der Politikwissenschaften geprägt ist. Besonders interessiere ich mich daher für die Übergänge zwischen philosophischen, politischen und soziologischen Fragestellungen.

Dominik Hammer

Im Bloggen sehe ich eine hervorragende Möglichkeit, sich mit aktuellen Themen zu beschäftigen. Die Resonanz des eigenen Posts wird hier viel schneller und deutlicher sichtbar als in anderen Medien. Die Form der Veröffentlichung gewährt zudem mehr Freiheit in der Themenwahl und im Stil. Und die Option, Texte zu kommentieren, schafft eine spannende Dynamik. Deshalb hat mir das Bloggen auf Philosophie Indebate bisher viel Freude bereitet und deshalb freue ich mich auch auf künftige Diskussionen. Als Politikwissenschaftler interessiere ich mich besonders für Themen aus der Politischen Theorie sowie aus der politischen Philosophie und der Sozialphilosophie. Gespannt bin ich freilich auch auf Beiträge aus anderen Bereichen und auf die Diskussionen zu den Texten.

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