Philosophie am Kröpcke: Ist der Mensch ein freies Wesen? (Teil 1)

Hannover, Kröpcke-Uhr

Philosophie – eine Wissenschaft im Elfenbeinturm? Weit gefehlt! Das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover macht es sich zur Aufgabe, herauszufinden, was der Mann (und die Frau) von der Straße von den philosophischen Inhalten, die am Institut erforscht werden, weiß und hält. Pünktlich zu jeder Ausgabe des fiph-Journals führen wir dementsprechend eine streng wissenschaftlich kontrollierte Studie durch: Wir schreiten zum Kröpcke, der Agora Hannovers, mit Digitalkamera und Aufnahmegerät bewaffnet, und stellen allen Passanten, die nicht schnell genug flüchten, dieselbe Frage. Auf den Spuren des Sokrates, aber bar jeder Ironie.

Eingeschüchtert vom medialen Echo über die „Illusion der Freiheit“ wollten wir diesmal von den Hannoveranern und ihren Gästen erfahren, ob der Mensch ein freies Wesen ist. Auszüge aus den profunden Antworten lesen Sie hier … Weiterlesen

Pro und contra: Dürfen Schweine genetisch verändert werden, um als Spender für Organtransplantationen dienen zu können?

Pro: Heiner Niemann

Durch die Transplantation humaner Herzen, Lebern oder Nieren kann das Überleben der Empfänger heute um acht bis zwölf Jahre verlängert werden. Weltweit verdanken mehr als 250.000 Menschen ihr Leben einer Organspende. In den meisten Industrieländern klafft eine große Lücke zwischen der Anzahl verfügbarer, geeigneter Spenderorgane und der Anzahl benötigter Transplantate. In Deutschland versterben täglich drei Patienten auf der Warteliste, die durch rechtzeitige Bereitstellung eines geeigneten Organs gerettet werden könnten. Um diese Lücke zu schließen, sollen Schweine genetisch so verändert werden, dass ihre Organe nicht mehr durch den menschlichen Empfänger abgestoßen werden. Weiterlesen

InDebate: Können Staaten miteinander befreundet sein?

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Bernhard Schreyer

Derzeit erlebt man als Beobachter des politischen Betriebs im Rahmen der Diskussionen über den NSA-Abhörskandal einen Bedeutungsaufschwung der Freundschaft als (außen-) politische Tugend. Wenn gleich auch hier – wie so oft – in politischen Auseinandersetzungen der Mangel beklagt und nicht der Vorhandensein gelobt wird. Es wird vorgebracht, dass es den Vereinigten Staaten an Anstand und Gespür mangele, wie man sich gegenüber einem Freund zu verhalten habe. Die entsprechende Suada gipfelt in einem Urteil, das die Form eines kategorischen Imperativs annimmt: „Einen befreundeten Staat darf man nicht ausspionieren“. Doch was bedeutet die Rede von der Freundschaft im Bereich der Politik? Weiterlesen

InDebate: Gehört die Erde den Lebenden? Und wenn nicht, wem dann?

Liebe Blogger-Freundinnen und -Freunde,

wir möchten mit Euch über die nachstehende Frage diskutieren. Bitte schreibt dazu ein Statement und versucht, dieses Statement mit anderen Statements zu verbinden, zu korrigieren, zu überarbeiten, weiterzuschreiben etc. Vielleicht entsteht am Ende ein einziges Statement, verfasst von einem AutorInnen-Kollektiv. Die Frage lautet:

Gehört die Erde den Lebenden? Und wenn nicht, wem dann?

Philosophie am Kröpcke: Fühlen Sie sich von der Politik repräsentiert? (Teil 2)

Hannover, Kröpcke-Uhr

Philosophie – eine Wissenschaft im Elfenbeinturm? Weit gefehlt! Das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover macht es sich zur Aufgabe, herauszufinden, was der Mann (und die Frau) von der Straße von den philosophischen Inhalten, die am Institut erforscht werden, weiß und hält. Pünktlich zu jeder Ausgabe des fiph-Journals führen wir dementsprechend eine streng wissenschaftlich kontrollierte Studie durch: Wir schreiten zum Kröpcke, der Agora Hannovers, mit Digitalkamera und Aufnahmegerät bewaffnet, und stellen allen Passanten, die nicht schnell genug flüchten, dieselbe Frage. Auf den Spuren des Sokrates, aber bar jeder Ironie.

Passend zu den Debatten um Postdemokratie wollten wir diesmal wissen: „Fühlen Sie sich von der Politik repräsentiert?“ Da dies manchen zu kompliziert war, haben wir auch volksnäher gefragt: „Sind Sie politikverdrossen?“

Auszüge aus den profunden Antworten lesen Sie hier … Weiterlesen

InDebate: Die Gegenwart als kulturloser Raum. Trifft Mario Vargas Llosas La civilización del espectáculo einen wunden Punkt?

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3APerplexity.png

Eike Brock

Mario Vargas LLosa, seines Zeichens Literaturnobelpreisträger von 2010, hat jüngst ein zugleich zähnefletschendes und schwanzeinziehendes (mithin ein attackierendes und resignierendes bzw. ein kulturkritisches und kulturpessimistisches [1]) Buch vorgelegt, darin er eine Generalabrechnung mit der heutigen Kultur vornimmt – bzw. mit dem, was derzeit unter dem Namen ‚Kultur‘ firmiert. Weiterlesen

Pro und Contra: Lässt sich heute noch sinnvoll vom Subjekt reden?

Pro: Peter Zima

Die Etymologie des Wortes hypokeimenon / subiectum, das sowohl „Zugrundeliegendes“ als auch „Unterworfenes“ bedeuten kann, lässt die Vermutung aufkommen, dass auch dem Begriff diese Ambivalenz anhaftet. Diese Ambivalenz macht sich im interdisziplinären Kontext bemerkbar, wenn das Subjekt-Problem aus philosophischer, soziologischer, semiotischer und psychologischer Sicht betrachtet wird, wobei es es als zugleich determiniert und autonom, heterogen und homogen in den Blick kommt. Weiterlesen