InDebate: Should Cultural Groups Receive Group Rights? On Okin’s „Is Multiculturalism Bad for Women?“

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Yoko Arisaka

We are familiar with the notion of individual rights—that we have rights for autonomy, self-determination, free expression, protection from harm, etc.—but can „groups“ also have such rights? Apart from the technical discussions about whether groups can be rights-bearers in the similar way as individuals, the question has been raised in the context of whether cultural groups should be able to have cultural group rights. Cultural groups–ethnic or religious minorities, linguistic minorities, or cultural minorities are different from self-selected membership in groups or organizations (such as sport clubs, local organizations, universities, corporations), in that one’s membership is involuntary. Weiterlesen

InDebate: Genealogien als Methoden der Sozialwissenschaften?

Beispiel für eine historische Genealogie Bild: Ahnenreihe Jesu im Limburger Dom. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ahnenreihe_Jesu_im_Limburger_Dom.jpg Autor: SteveK https://commons.wikimedia.org/wiki/User:SteveK

Beispiel für eine historische Genealogie Bild: Ahnenreihe Jesu im Limburger Dom. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ahnenreihe_Jesu_im_Limburger_Dom.jpg
Autor: SteveK https://commons.wikimedia.org/wiki/User:SteveK

Dominik Hammer

Nicht nur in den Geschichtswissenschaften oder in der Biologie, auch in den Sozialwissenschaften begegnet die aufmerksame Leserin/der aufmerksame Leser immer wieder der Textform der Genealogie. Es seien einige willkürliche Beispiele genannt. Cornel Wests Buch „The American Evasion of Philosophy“ ist, wie der Untertitel verrät, eine „Genealogy of Pragmatism“. Die Politikwissenschaftlerin Nadia Urbinate lieferte in ihrem Buch „Representative Democracy. Principles and Genealogy“ unter anderem eine Genealogie der repräsentativen Demokratie. Weiterlesen

Schwerpunktbeitrag: Die Aktualität der Mystik

Thies

Christian Thies

Wenn in der deutschen Philosophie von einer „Rückkehr der Religion“ gesprochen wird, nennt man meistens Jürgen Habermas. Dieser Hinweis ist jedoch nicht zutreffend, denn Habermas, der sich selbst als „religiös unmusikalisch“ bezeichnet hat, interessiert sich nur für die moralische und politische Dimension der real existierenden Religionen, nicht für das Religiöse selbst. Ein viel besseres Beispiel sind die jüngsten Schriften von Ernst Tugendhat („Egozentrizität und Mystik“, München 2003 und „Anthropologie statt Metaphysik“, München 2007). Dagegen scheint auf den ersten Blick zu sprechen, dass sich Tugendhat gegen die Möglichkeit wendet, heute noch ein religiöser Mensch zu sein. Weiterlesen

InDebate: Wir brauchen keine universalen Werte

Heit, Foto

Helmut Heit

Mit der im Titel genannten These rücke ich die Frage nach der Notwendigkeit oder Zweckmäßigkeit universaler Werte ins Zentrum und damit weniger das Problem, ob es möglich oder aussichtsreich ist, die etwaige Universalität bestimmter Werte zu begründen. Hinsichtlich dieser Begründungsfrage halte ich es einstweilen mit Nietzsche: „Woran liegt es doch, dass von Plato ab alle philosophischen Baumeister in Europa umsonst gebaut haben? Dass Alles einzufallen droht oder schon in Schutt liegt, was sie selber ehrlich und ernsthaft für aere perennis hielten?“ (Morgenröthe, Vorrede 3). Schon der Umstand, dass es eine lange Tradition unterschiedlicher Ansätze von Platon und Aristoteles über Kant und Scheler bis zu Habermas und anderen gibt, universale Maßstäbe für normative Geltungsansprüche auszuweisen, spricht dafür, dass sich keiner dieser Ansätze endgültig hat durchsetzen können. Weiterlesen

Pro und Contra: Gehören Freiheit und Wohlstand zusammen?

Pro: Steffen Hentrich

Foto Hentrich

Wohlstand ist das Resultat der schöpferischen Nutzung natürlicher Ressourcen. Wohlstand bedeutet aber auch Wohlbefinden, Sicherheit, Unabhängigkeit und die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe. Er umfasst nicht nur den Zugang zu materiellen Gütern und Dienstleistungen, sondern schließt auch die Freiheit des Menschen ein. Technologischer und gesellschaftlicher Fortschritt sind ohne menschliche Kreativität und freiwilligen Austausch undenkbar. Seit der industriellen Revolution und der sich beschleunigenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Globalisierung hat der Wohlstand der Menschheit einen ungekannten Wachstumsschub erlebt, begleitet von einer Demokratisierung der menschlichen Gesellschaft. Der Zusammenbruch des Kommunismus hat diese Entwicklung noch einmal beschleunigt. Weiterlesen