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Klage, Krise, Klasse: Rap im Religionsunterricht mit bildungsbenachteiligten Schüler*innen

Von Saskia Breuer und Henrike Herdramm |

Wie passen Religionsunterricht und Rap zusammen? Am Beispiel von Haftbefehl zeigt der Beitrag, wie Rap als Ausdruck sozialer Missstände, Klage und Hoffnung überraschende Brücken zu biblischen Texten wie Klagepsalmen schlägt und dabei die oft übersehenen Lebenswelten bildungsbenachteiligter Schüler*innen ernst nimmt. Warum der Ausschluss solcher Texte nicht nur pädagogisch fragwürdig ist, sondern auch unter Klassismusverdacht gestellt werden kann, und welches Potenzial darin für einen lebensweltnahen, kritisch-reflektierten Unterricht liegt, wird hier diskutiert.

Polyphonie – ein Impuls

Von Hannah Wendt |

Die utopische Gesellschaft wird oft vorgestellt als eine Gesellschaft, in der übergreifende Harmonie herrscht. Die einzelnen Stimmen sind dabei – wie in einem Chor – vollkommen miteinander im Einklang. Aber wäre die Utopie nicht gerade die, in der „man ohne Angst verschieden sein kann“ (Th. W. Adorno) – in der das Verschiedene als Verschiedenes miteinander in Begegnung tritt?

Geschlechternarrative in „Babo – Die Haftbefehl-Story“ und kirchlichen Kontexten

Von Johanna Kalian |

Die Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ legt transgenerationale Muster männlicher Abwesenheit und weiblicher Kompensationsleistungen offen und macht damit ambivalente Geschlechternarrative sichtbar, die sich besonders in der medialen Rezeption der Figur Nina Anhan verdichten. Diese Rezeption weist Parallelen zu theologischen und kirchlichen Diskursen auf – von marianischen Deutungsmustern bis hin zu aktuellen Äußerungen kirchlicher Autoritäten. In dem Beitrag werden erste thematische Ansatzpunkte skizziert, die sich aus der Dokumentation für eine geschlechterreflexive Auseinandersetzung im Kontext von Theologie und religiöser Bildung ergeben.

“Verlust der Tugend”? Zur Aktualität des Philosophen Alasdair MacIntyre (4)

Von Birgit Heitker |

Im dritten Teil dieser Reihe wurde dargestellt, warum MacIntyre die von den Philosophen der Aufklärung entwickelten Beweisführungen zur Begründung der Moral für gescheitert hält. Der vorliegende Teil beschäftigt sich mit MacIntyre's These, warum diese Philosophen systematisch scheitern mussten: Bei der Beschreibung der menschlichen Natur sowie der Gesetze der Moral, die mit dieser korrespondierten, seien Ziel und Zweck menschlichen Handelns und Daseins aus den Augen verloren worden.

Warum „Babo: Die Haftbefehl-Story“ in der Schule thematisiert werden sollte – ein Debattenbeitrag aus der Wissenschaft

Von dem Autor:innenkollektiv Religionsbezogene Kontroversen |

In diesem Beitrag plädieren Fachwissenschaftler:innen, Pädagog:innen und Fachdidaktiker:innen aus Deutschland und Österreich dafür, Lehrkräfte dazu zu ermutigen und zu befähigen, die Netflix-Dokumentation über den Rapper Haftbefehl in Schule und Unterricht kritisch zu diskutieren und fachbezogen zu reflektieren. Aufgezeigt werden kontextabhängige Chancen und Herausforderungen, die von den Profis vor Ort abgewogen und verantwortet werden müssen. Die Position des Beitrags wird in fünf abschließenden Impulsen für die Debatte aus der Wissenschaft zusammengefasst.

Die Internationale Ordnung im Umbruch und Aufbruch

Von Markus Kotzur |

Viele befürchten angesichts globaler Krisen und weltweit erstarkender Autoritarismen ein Zerbrechen der auf Regeln gegründeten internationalen Ordnung. Vorliegender Beitrag identifiziert bei allen Umbruchsprozessen auch Aufbruchschancen. Neuordnungsansätze haben dabei vor allem auch die Rolle des Globalen Südens mit in den Blick zu nehmen.

Hypnophobie – ein Impuls

Von Jesse Hahn |

Um den Schlaf ist es seit der europäischen Neuzeit schlecht bestellt – aus ganz verschiedenen Gründen. Das »Wacht endlich auf!«, mit dem wir heute zunehmend konfrontiert werden, scheint daher auf den ersten Blick nicht beunruhigend. Aber: Dieser Schein trügt. Der Beitrag untersucht die Implikationen dieses heute von verschiedensten Seiten verlautbarten Imperativs.

Was bedeutet sozialer Zusammenhalt? Zur Kritik einer neuen Dienstpflicht

Von Johann Szews |

Der Essay beleuchtet die Debatte über eine neue Dienstpflicht aus der Perspektive der politischen Philosophie. Ausgehend von der Frage, welche Rolle das Konzept des sozialen Zusammenhalts spielt, wird Kritik an dieser Debatte und an der möglichen Einführung einer Dienstpflicht geübt.