InDepth-longread: Knowledge and Compassion: Reflections on Institutional Racism in the U.S.A.

Yoko Arisaka

“Either we learn a new language of empathy and compassion, or the fire this time will consume us all”.
Cornel West
Race Matters, 1993.

In the wake of the pandemonium spreading across America after the May 27th murder of George Floyd in Minneapolis, the whole nation appears to have reached the point of irrevocable split. Is it finally the end of pretense of a great nation and a possible new beginning, or is it the ultimate downfall of a racist oligarchy, a “failed social experiment,” as Cornel West recently broadcasted?[1] The anger against the long-standing brutality and racism of the police, against white supremacy, against the entrenched history of racism everywhere, and against Trump erupted everywhere. But such protests were suppressed by force; they were anti-American. One thing is clear: the emotional explosions are immediate and intense; they have shattered the nation as well as families and friends. Violence and destruction have escalated everywhere. Social media are inundated with reports and commentaries that are meant to flame up the already unbearable situation. The whole nation is breaking down (again).

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InDebate: Rassismus

Cornel West im Gespräch  (c) FIPH 2014

Cornel West im Gespräch (c) FIPH 2014

Da unsere Blogger*innen Urlaub machen, starten wird in der Rubrik „InDebate“ mit neuen Beiträgen erst wieder Anfang September. In der Zwischenzeit würden wir uns freuen, wenn Ihr an dieser Stelle Eure Lieblings-Zitate zu den jeweiligen Themen postet. Einfach in den Kommentar schreiben und abschicken.

Das Thema diese Woche ist “Rassismus”. Unser Zitat hierzu stammt von Cornel West:

„Rasse ist das explosivste Thema im amerikanischen Leben, gerade weil es uns zwingt, den tragischen Tatsachen der Armut und Paranoia, der Verzweiflung und des Misstrauens ins Auge zu sehen. Kurz gesagt, eine ehrliche Untersuchung von ‚Rasse‘-Themen bringt uns zum eigentlichen Herzstück der Krise der amerikanischen Demokratie. Und das Ausmaß, in welchem ‚Rasse‘ (‚race‘) tatsächlich Einfluss hat auf das Leiden und die prekäre Lage der Mitbürger, ist ein entscheidender Maßstab dafür, ob wir das Beste dieses Experiments, welches wir Amerika nennen, am Leben halten können“.

Quelle: J. Manemann/ Y. Arisaka/ V. Drell /A.M. Hauk, Prophetischer Pragmatismus. Eine Einführung in das Denken von Cornel West, 2. durchgesehene und korrigierte Auflage, München 2013, S.67-68

InDebate: Liebe als Gerechtigkeit

Graffiti im Soziokulturellen Zentrum Trotz Allem in Witten: Die Liebe stirbt nie 2013. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ATrotz_Allem_Graffiti_Liebe.jpg

Graffiti im Soziokulturellen Zentrum Trotz Allem in Witten: Die Liebe stirbt nie 2013. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ATrotz_Allem_Graffiti_Liebe.jpg

Dominik Hammer/Jürgen Manemann

Sozialethiker sehen ihre Aufgabe bekanntlich darin, sich mit der Gestaltung gesellschaftlicher Institutionen und Rahmenbedingungen im Hinblick auf ein Mehr an Gerechtigkeit zu befassen. Dabei verstehen sie das Soziale aber oft als ein objektives Gebilde, dessen Formen von den einzelnen Menschen letztlich unabhängig sind. Genau hier lauern Gefahren: Weiterlesen

Philosophy and the Web: Philosophie to go?

“Heutzutage ist ja alles Bio, sogar die Macht”. Dieses Bonmot verdanke ich FIPH-Fellow Dr. Eike Brock, der diese Feststellung in einem Gespräch über den Bio-Trend und die Konjunktur postmoderner Philosophie traf. Kulturkritiker*innen, die sich an den Schriften von Byung-Chul Han oder an den Befunden von Hartmut Rosa orientieren, könnten darauf verweisen, dass heutzutage eher alles „to go“ ist. Angefangen bei den Nahrungsmitteln. Denn neben Kaffee gibt es freilich auch Brötchen, Pizza, Pommes Frites und jede Menge anderes Fast Food zum Mitnehmen. Freilich ist in diesem Bereich auch an das LOHASSegment auf dem Markt gedacht. Der Comedian Rainald Grebe beschreibt dies in seinem Song „Karoshi“, der ein wenig wie der Soundtrack zu Hartmut Rosas Beschleunigungsthese klingt: „Es gibt jetzt Suppe-to-go, Suppe-to-go, so’ne Minestrone auf die Hand, das brauch ich“. Weiterlesen