InDebate: Keine Angst vor Dogmatismus!

Beispiel für ein demokratiekompatibles Dogma
(Foto „Marienstatue in der Kapelle von Klaus“ von „a4o“, online abrufbar unter: https://www.flickr.com/photos/oleseidel/397283577/sizes/m/in/photolist-B7byR-MaiUB-3eEGD9-48baUP-4hmYe8-4hr3Y1-4kjxHe-4kozEb-5RDKrR-6griTP-6gvuLd-6LfkbG-6Q5ypE-6ZEw8b-76Lqe4-9yRkwd-9yRowU-dhfZ1X-anWxvW-dQkbEd-e2pPDY-9suTaj-euqGZu/

 

Wenn heute von Dogmen und Dogmatikern oder Dogmatikerinnen gesprochen wird, geschieht dies meist im Zusammenhang mit dem Vorwurf des Dogmatismus an Personen oder Gruppen. Dieser Vorwurf trifft nicht nur Geistliche der katholischen Kirche, sondern auch Feministinnen, Umwelt- und Parkschützer, gewerkschaftliche „Betonköpfe“ und generell „Hardliner“ aller Couleur. Positionen oder Personen, die so bezeichnet werden, gelten als engstirnig, autoritär und letztlich undemokratisch.

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InDebate: Eros oder Logos?

Ferdinand Fellmann

Ferdinand Fellmann

Die philosophische Anthropologie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark den Gefühlen und Emotionen im menschlichen Leben zugewandt. Die klassische Definition des Menschen als animal rationale ist im Sinne der emotionalen Intelligenz erweitert worden. Als Protagonisten dieser Bewegung seien der Neurowissenschaftler Antonio Damasio und der Philosoph Harry Frankfurt genannt. Unter den Gefühlen steht an erster Stelle die erotische Liebe, die in unserer Gesellschaft von der Fortpflanzung weitgehend abgekoppelt praktiziert wird. Weiterlesen

InDebate: Plädoyer für mehr Verkrampftheit

Crowded Metro train
https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/
deed.de, „The Last Cookie“
(https://www.flickr.com/photos/cabeel/)

Es scheint, dass viele Menschen in der Öffentlichkeit geradezu distanzlos miteinander umgehen. Dies zeigt sich etwa beim aggressiven Drängen und Drängeln in Straßenbahnen und Zügen. Hinter solchen Verhaltensweisen, so behaupte ich, steckt nicht eine Egomanie, oder ein boshafter Egoismus. Vielmehr scheinen die Menschen Rücksichtnahme im öffentlichen Raum zu verlernen. Weiterlesen

InDebate: Brauchen wir Eliten?

Eike Bohlken

Man mag dies bedauern, aber die Frage, ob wir Eliten brauchen, kann nur mit einem klaren Ja beantwortet werden. Robert Michels, einer der Gründerväter der Elitentheorie, wies mit seinem „ehernen Gesetz der Oligarchie“ darauf hin, dass Großorganisationen in modernen Großgesellschaften nicht ohne Hierarchien und Führungspositionen funktionieren. Dieses funktional-organisatorische Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Weiterlesen