Geschlechternarrative in „Babo – Die Haftbefehl-Story“ und kirchlichen Kontexten
Die Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ legt transgenerationale Muster männlicher Abwesenheit und weiblicher Kompensationsleistungen offen und macht damit ambivalente Geschlechternarrative sichtbar, die sich besonders in der medialen Rezeption der Figur Nina Anhan verdichten. Diese Rezeption weist Parallelen zu theologischen und kirchlichen Diskursen auf – von marianischen Deutungsmustern bis hin zu aktuellen Äußerungen kirchlicher Autoritäten. In dem Beitrag werden erste thematische Ansatzpunkte skizziert, die sich aus der Dokumentation für eine geschlechterreflexive Auseinandersetzung im Kontext von Theologie und religiöser Bildung ergeben.