InDebate: Liebe als Gerechtigkeit

Graffiti im Soziokulturellen Zentrum Trotz Allem in Witten: Die Liebe stirbt nie 2013. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ATrotz_Allem_Graffiti_Liebe.jpg

Graffiti im Soziokulturellen Zentrum Trotz Allem in Witten: Die Liebe stirbt nie 2013. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ATrotz_Allem_Graffiti_Liebe.jpg

Dominik Hammer/Jürgen Manemann

Sozialethiker sehen ihre Aufgabe bekanntlich darin, sich mit der Gestaltung gesellschaftlicher Institutionen und Rahmenbedingungen im Hinblick auf ein Mehr an Gerechtigkeit zu befassen. Dabei verstehen sie das Soziale aber oft als ein objektives Gebilde, dessen Formen von den einzelnen Menschen letztlich unabhängig sind. Genau hier lauern Gefahren: Weiterlesen

Schwerpunktbeitrag: Politik und Liebe

Ein Beitrag zur Präsentation und Diskussion von Jürgen Manemanns Buch „Wie wir gut zusammen leben. 11 Thesen für eine Rückkehr zur Politik“ (Patmos 2013) im Forschungsinstitut für Philosophie Hannover

Hans Asbeck

In seinem Buch „Wie wir gut zusammen leben. 11 Thesen für eine Rückkehr zur Politik“ bindet Jürgen Manemann Politik an unser „vorpolitisches“ Leben. Dies gipfelt darin, dass geradezu Liebe politisches Handeln begründen soll. Hier möchte ich ansetzen, wobei meine kritischen Bemerkungen vielleicht mehr als ein Einfordern von Vertiefung und Ergänzung zu verstehen sind.
Problematisch scheint mir, dass Manemann das Verhältnis von Liebe zu Politik so versteht, dass erstere gewissermaßen als Vorschule politisch umzusetzenden Mitleids erscheint (Hervorhebungen von mir): Weiterlesen