InDepth – longread: „Get a haircut and get a real job“

Über den Diskurs zur „Zukunft der Arbeit“

Robin Wehe

Im Februar dieses Jahres veröffentlichte das New York Times Magazine einen Artikel zur Arbeitssituation in den USA seit Beginn der Corona-Pandemie.[1] Unter dem Titel „The Age of Anti-Ambition“ schrieb Noreen Malone über die (gefühlte) Sinnlosigkeit mancher Jobs, die durch die in der Corona-Pandemie aufgekommene Aufteilung „systemrelevant“ und „nicht-systemrelevant“ noch einmal verstärkt werde – vorausgesetzt man falle in die Kategorie „nicht systemrelevant“. Die im englischen Sprachraum geläufigen Termini „essential“ und „non-essential“ scheinen auf ihre Art noch einmal brutaler zu wirken: Während nicht systemrelevante Berufe zumindest noch eine andere Relevanz haben können – außersystemisch, individuell, persönlich o.ä. – klingen die unwesentlichen, also non-essential Jobs einfach vernachlässigbar und könnten in letzter Konsequenz doch einfach weggelassen werden.

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