InDebate: Das konvivialistische Manifest – eine Kritik

By Corner of a Life (Occupy Berlin) [CC-BY-2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

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Jürgen Manemann

Ein neues Manifest macht die Runde, verfasst wurde es von etwa 40 Wissenschaftlern und Intellektuellen. Mehr als 1 ½ Jahre habe man miteinander diskutiert und gestritten – so wird dem Leser/der Leserin eingangs berichtet. „Das „konvivialistische Manifest“[1] liegt nun auch in deutscher Übersetzung vor, herausgegeben von Franz Adloff und Claus Leggewie. Worum geht es? Die Konvivialisten wenden sich gegen „den Primat des utilitaristischen, also eigennutzorientierten Denkens und Handelns und die Verabsolutierung des Glaubens an die selig machende Wirkung wirtschaftlichen Wachstums“. Demgegenüber plädieren sie für eine neue Vision des Zusammenlebens, für eine neue positive Vision des guten Lebens. Weiterlesen

InDebate: Plädoyer für eine aktivierende christliche Politikethik – Zur gegenwärtigen Herausforderung christlicher Sozialethik

Jürgen Manemann

Pope_Francis_in_March_2013_(cropped) (2)
Pope_Francis_in_March_2013_(cropped)
presidencia.gov.ar [CC-BY-SA-2.0 (https://creativecommons.
org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Ein Gespräch, das die „ZEIT“ mit Julie Coudry, einer der wichtigsten Anführerinnen der Studentenproteste in Frankreich im Jahre 2006, und Florian Lux, einem Studenten aus Heidelberg, führte, endet mit folgenden Sätzen:

„ZEIT: Welche Träume haben Sie beide?
Coudry: Keine Träume, keine Idole.
Lux: Große, generelle Träume? Nein, keine.
ZEIT: Gar keine? Anders gefragt: Wie wollen Sie in zehn Jahren leben?
Lux: Wenn ich das wüsste.
Coudry: Das ist ja das Schicksal unserer Generation: Wir wissen das nicht mehr.“

Keine Träume, keine Wünsche, keine Visionen – jeglicher Möglichkeitssinn scheint abhanden gekommen zu sein. Weiterlesen